Das ist ja irre!

Henryk M. Broder

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Henryk M. Broder, geboren 1946 im polnischen Katowice, zählt zu den streitbarsten Schreibern Deutschlands. In seinen Büchern und Kolumnen beschäftigt er sich unter anderem mit der Tagespolitik in Deutschland und Europa, dem Islam und der Integration, dem Antisemitismus und der Gesellschaft. Seine provokanten Beiträge sind nicht unumstritten, sorgen immer für Kontroversen und Diskussionen. Der Ex-Spiegel-Autor schreibt heute für die Welt und Welt Online. Er hat zahlreiche Bücher verfasst, zuletzt: Das ist ja irre! Mein deutsches Tagebuch. Um dieses Buch geht es hier!

Broders journalistisches Gespür, sein politisches Auge, seine sprachliche Direktheit und sein bissiger Humor funktionieren ohne die stets geforderte politische Korrektheit, sondern sie kommen mit der nicht mehr allzu beliebten Meinungsfreiheit aus.

Aus Henryk M. Broders politischem Tagebuch „Das ist ja irre!“ hier drei Kostproben:

„Wie jede Religion hat auch der Glaube an die EU eine Priesterkaste, welche auf die Einhaltung der Spielregeln achtet, von denen sie selbst am meisten profitiert. Martin Schulz zum Beispiel kassiert für seine Tätigkeit als Oberpriester nicht nur etwa eine Viertelmillion Euro im Jahr, er bekommt zusätzlich den Karlspreis, Platz 1 in der Tagesschau und auch ein >Tagegeld< von 304 Euro pro Tag, unabhängig davon, was, wo und warum er etwas macht. Dieses >Tagegeld< summiert sich zu knapp 110.000 Euro jährlich, steuerfrei. Er lebt im Hier und Heute. Und die Zeche bezahlt die Gemeinde der Gläubigen, die an die Zukunft der EU glauben. Irre, oder?“

„Exclusiv, das tägliche Starmagazin mit Frauke Ludowig, lasse ich mir nicht entgehen. Heute ging es auch um die Hamburger Drag Queen Olivia Jones alias Oliver Knöbel. Er, beziehungsweise sie, hat ein Kinderbuch (Titel: Keine Angst im Andersrum) geschrieben und stellte es in einer Hamburger Kita vor. >Ist es eigentlich normal, schwul zu sein?<, eine Frage, die sich jedes dreijährige Kind täglich stellt. Drei- bis Vierjährige von der Schönheit eines Lebens >im Andersrum< überzeugen zu wollen, ist Teil eines Programms für eine bessere, buntere und tolerantere Welt. Das grenzt nicht an Missbrauch, das ist Missbrauch. Die Kleinsten werden nicht nur darüber aufgeklärt, wie bunt die Welt der Liebe ist, sie werden auch angehalten, Energie und Wasser zu sparen, Walfische und Eisbären zu retten, beim Atmen nicht zu viel CO2 zu emittieren und beim Essen auf Geschmacksverstärker zu achten. Und wenn sie das alles überstanden haben, ohne irre zu werden, dann wollen sie nur eines: nichts wie weg, am besten nach Syrien und in den Irak zum Islamischen Staat, um endlich unter normalen Menschen zu sein.“

„Es ist höchste Zeit, den Atem anzuhalten, liebes Tagebuch, oder etwa nicht? >Mitten im Sturm< merken die Architekten des >Projekts Europa<, dass sie den Bau mit einem Konstruktionsfehler angefangen haben, der ihnen jahrzehntelang nicht aufgefallen ist. Nun, da in dem Haus 28 Parteien leben, von denen die Hälfte alimentiert werden muss, weil sie sich die Miete nicht leisten kann, schwant den Bauherrn, dass die Hütte auf Treibsand gebaut worden ist. O heilige Einfalt! Würdest du, liebes Tagebuch, solchen Schnellmerkern den Auftrag geben, eine Laube für unseren Schrebergarten zu bauen? Ich nicht. Eher lasse ich meinen Gleitwirbel von einem Homöopathen richten.“

Henryk M. Broder beantwortet in seinem Buch „Ist ja irre“ mehr Fragen als alle Politiker zusammen.

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