Staatstrauer für die an Covid-19 Verstorbenen

Gelungenes Bühnenprogramm

Jeder Tote, der an Covid-19 verstorben ist, hat verdient, betrauert zu werden und in Erinnerung zu bleiben und ich spreche hier allen Angehörigen, die den Verlust eines Menschen zu beklagen haben, mein Beileid aus.

Da mein Vater nicht an Covid-19 verstarb, sondern der Unfähigkeit eines Arztes zum Opfer fiel, der bei einer Darmspiegelung den Darm perforierte, kann ich den schmerzlichen Verlust eines Menschen, der noch nicht hätte gehen müssen, zutiefst nachempfinden.

Das alles hindert mich nicht daran, die mediale und politische Darreichungsform von Trauer über die „an und mit“ Covid-19   Verstorbenen für unaufrichtig zu halten. Es ist geradezu ein perfides Spiel, das hier inszeniert wurde. Denn es  passt alles in die große Theateraufführung mit immer demselben Regisseur und den gleichen Hauptdarstellern. Aber es bietet sich natürlich aus der Sicht der Propaganda unbedingt an, eine staatliche Traueraktion der drei Tage später geplanten Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes voranzustellen und damit die Wichtigkeit selbst für die Beendigung aller grundgesetzlichen Bürgerrechte hervorzuheben. „Seht ihr, wie wichtig uns der Schutz eurer Gesundheit ist!“ vermittelt uns das Medium TV. Es sendet die Trauer, die Solidarität und das Mitgefühl der Regierung direkt in unsere Wohnzimmer, um Verständnis zu erzeugen und Schuld abzutragen.

Wer hat schließlich die Hälfte der Toten mitverschuldet durch ein unverzeihliches dilettantisches Krisenmanagement, das an Fehlplanungen, Geldverschwendung, Organisationspannen, kurz gesagt an Schlampereien nichts ausgelassen hat?

Zur Erinnerung hier die Chronologie einer verbal-politischen Krankengeschichte, die im Januar 2020 mit Spahns Satz begann:„Wir sind gut auf das Virus vorbereitet“ und mit Steinmeiers Satz endet: „Die Pandemie ist eine menschliche Tragödie.“ Noch deutlicher twittert da der einzige  Gesundheitsexperte aus Partei und Politik, Karl Lauterbach, seine Schreckensprognose: „Es gibt jetzt Möglichkeit, in nächsten 6 Wochen noch einmal weit über 10.000 Menschen meist im Alter zwischen 40 und 60 Jahren zu retten“.

Diese Möglichkeit findet gerade statt durch die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes, das Spahn so rechtfertigt: „Impfen und Wegtesten reichen nicht, um die Welle zu brechen. Die Lage ist ernst, sehr ernst. Jeder 3. Covidpatient in der Klinik stirbt.“ Zahlen und Emotionen beherrschen seit mehr als einem Jahr die politischen Entscheidungen, nicht mehr Argumente und wissenschaftliche Beweise. Jeder Bürger, der noch über einen Rest seines gesunden Menschenverstandes verfügt oder sich im großen Schlaflabor der Nation beginnt, ungläubig die Augen zu reiben, spürt, dass da ein gewaltiger Misthaufen irgendwo im Hintergrund zu stinken beginnt.

Was hinter den Kulissen geschieht

Soviel zur medizinischen Einordnung, die Angst und Schrecken verbreiten soll, damit der Bürger ohne Murren und Knurren auf seine Grundrechte verzichtet und den Dauer-Lockdown als einzig wahre Maßnahme im Kampf gegen das Virus versteht und akzeptiert.

Schauen wir aber einmal hinter diese Kulisse und damit ins politische Hinterzimmer, wo ganz andere Wahrheiten gelten und auch umgesetzt werden. Da gab Merkel die Richtung vor mit ihrem Satz: „Das Virus ist eine demokratische Zumutung.“ Dem widerspreche ich allerdings massiv. Die demokratische Zumutung heißt Angela Merkel, wofür es genügend Beweise gibt. Das Virus hat lediglich dieser demokratischen Zumutung den Anschein von Legalität verpasst.

Auch nur den Anschein von Legalität erleben wir hinter der Kulisse der Pandemie, wo Wolfgang Schäuble in Geldsachen unterwegs ist und seine Schulden-Vorbereitungen trifft mit den Worten: „Die Corona-Krise ist eine große Chance. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion jetzt hinbekommen. Der Widerstand gegen Veränderung wird in der Krise geringer.“

„Ein Dammbruch steht bevor“, diagnostizierte darauf das Intellektuellenmagazin „Cicero“ zu Recht. „Der Umbau der EU ist in vollem Gang, und Corona dient dabei lediglich als Katalysator.“ Dass ein derart fundamentaler Umbau der EU Richtung Bundesstaat ohne Befassung der Wähler geschieht, ist demokratisch mehr als problematisch. Aber wie so oft gilt auch hier: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.

Den  entscheidenden  Schlag  für eine Schulden- und Finanzunion hat  die  Kommission  jetzt  unter  Corona-Vorwand geschaffen: Ein Ausgabenprojekt von 750 Milliarden Euro – angeblich zur Behebung der Corona-Krise, tatsächlich aber zur Rettung der illiquiden Mitgliedsländer Italien, Spanien,  Frankreich,  Griechenland  und  andere. Kurz gesagt: Die EU-Kommission will den  Einzelkonkurs  bankrotter  Staaten  jetzt  durch Geschenke verhindern, für die sie kein Geld hat, sondern erst besorgen muss.

Fazit

Man zeigt Euch Bürgern, was Ihr sehen sollt. Man erzählt Euch Wählern, was Ihr hören sollt. Man füttert Euch alle mit dem, was Ihr essen sollt. Und man ängstigt jeden von Euch, damit er stille schweigt und folgsam ist.

Hinter der guten Tat, Eure Gesundheit schützen zu wollen, verschwindet der gesamte Krisen-Dilettantismus und verglüht im Kerzenschein, den Ihr Mächtigen für Eure Opfer und die bedauernswerten an Corona Verstorbenen gezündet habt. Die Liste Eures Versagens ist endlos. Es begann mit dem großen Nichts, das sich durchs ganze Jahr hindurch quälte:
keine Masken, keine Desinfektion, keine Schutzkleidung, keine Tests, keine Konzepte, keine Ideen, keine Krankenbegleitung, keine Sterbebegleitung, keine Besuche, keine Kontakte, kein Gesang, keine Kultur, kein Sport, keine App-Benutzer, kein Expertengremium, kein Pflegepersonal … stattdessen Abbau von Intensivbetten, Atemgeräten, Krankenhäusern und Grundrechten.

Das alles reichte den „Göttern der Macht“ noch nicht. Wie bei der Foltermethode eines ständigen Wassertropfens auf den Kopf des Gefolterten hämmerte man uns Zahlen, Zahlen und noch einmal Zahlen stündlich, täglich von allen Seiten ins Hirn. Ein Ende ist nicht in Sicht. So verkündet Ralph Brinkhaus am Tag der Demokratie-Verabschiedung durch das Parlament: „Das wird nicht das letzte Paket sein, das wir verabschieden“. Die Änderung hat ein eingebautes Verfallsdatum und bleibt nur bis zum 30. September in Kraft. Bis spätestens dahin ist das Gröbste hoffentlich überstanden, verlautbart die Presse.

Ihr tut so, als beklagtet Ihr die Toten. Gleichzeitig aber nehmt ihr den Lebenden das Leben!

            

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