Und wieder ein Jahr vorbei

Blick zurück im Zorn

Ohne hier den Titel der Milieustudie von John Osborne missbrauchen zu wollen, passt er doch irgendwie zum Scheitern. Während es bei Osborne um das Porträt eines gesellschaftlich Gescheiterten geht, benutze ich ihn hier für das Scheitern einer Kanzlerin, der im Laufe ihrer Regierungsjahre das „Ich“ verlorenging, das sie immer häufiger hinter dem „Wir“ verbarg.

Das Jahr 2019 hat sich verabschiedet und nichts deutet darauf hin, dass wir mit Zuversicht und Mut, wie Merkel es in ihrer Neujahrsansprache formuliert, ins nächste Jahr starten können. In einem Beitrag in der WELT fasst Hannelore Crolly den Zustand Deutschlands mit den Worten zusammen: „Wir steuern auf einen Systemkollaps zu.“ Nein, liebe Frau Crolly. Der Systemkollaps ist schon da. Und ob es jemand lesen will oder nicht … dieser Kollaps hat sogar einen Namen. Er heißt Merkel-Kollaps. Wie heißt es doch so schön?  „Der Kanzler bestimmt die Richtlinien der Politik“.  Was waren das für Richtlinien, die diese Republik in den Systemkollaps geführt haben? Hauptsächlich war es die „Wir schaffen das“-Richtlinie in 2015, die zum ersten Mal Gesetze außer Kraft setzte, Helfer hilflos machte und die öffentlichen und kommunalen Systeme ins Chaos führte. Personalmangel in Schulen, Krankenhäusern, Behörden, unter Handwerkern und Facharbeitern hatte es schon vorher gegeben. Die knappen kommunalen Kassen sind auch älter als fünf Jahre. Wären es nur Äußerlichkeiten wie marode Straßen und Brücken, verfallene Bahnhöfe, geschlossene Schwimmbäder und sanierungsbedürftige Schulen – Menschen könnten die Ärmel hochkrempeln, in die Hände spucken und loslegen. Nein, es sind die inneren Strukturen, die sich auflösen, Zustände, die unfassbar sind und den Systemkollaps widerspiegeln. Hier nur ein konkretes Beispiel für das Versagen deutscher Politik seit Jahren: Um den Facharbeitermangel allein in Thüringen zu beheben, braucht es jährlich 30.000 qualifizierte Einwanderer. Im gesamten öffentlichen Dienst fehlen 300.000 Mitarbeiter. Kaputtgespart, weggeschaut, verschlafen – ein einziger politischer Skandal!

„Der öffentliche Dienst ist ein Sanierungsfall, kaputt gespart, heruntergewirtschaftet, verschlissen“, moniert der Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes Ulrich Silberbach. „Wenn der Staat nicht mehr funktioniert, hat das massive Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land.“
Auch diesbezüglich ist der Zug längst abgefahren. Von einem gesellschaftlichen Zusammenhalt kann seit Jahren keine Rede mehr sein. Selbst Merkel hat begriffen, was Herr Silberbach hier anmahnt. Sie will nämlich laut Parteiprogramm die Spaltung der Gesellschaft therapieren und eine Harmonisierung herbeiführen, was ihr ja mit ihren bisherigen Maßnahmen „hervorragend“ gelungen ist.

Das Systemversagen, von dem wir hier sprechen, liegt schließlich auch in der Parteienlanschaft vor. Da werden Vorstellungen, Werte und Inhalte in alle Richtungen, Meinungen in die Spalten „Rechts“ und „Links“ geschoben und nur der eigene Stuhl mit allen Mitteln warm gehalten. Ehrlichkeit, Überzeugung und Werte bleiben dabei auf der Strecke.

Das Jahr 2019 ist Vergangenheit. Ein weiteres GroKo-Merkeljahr wurde Deutschland beschert. Die Nation kann sich den Schlaf aus den Augen wischen. Es wird höchste Zeit. Aber wie ich seit Jahren dokumentiere, werden auch im Jahr 2020 die drei Affen die Maskottchen der Deutschen bleiben. Überhören, wegschauen, Mund halten und wegducken sind die inzwischen gut eingeübten Verhaltensmuster einer umerzogenen Gesellschaft. Diese ist mehrheitlich sprachlos geworden oder plappert nach, was erlaubt, gewünscht und als korrekt bezeichnet wird. Die Angst, als AfD, Rassist, Fremdenfeind oder Nazi bezeichnet zu werden, erzeugt den Gehorsam der Massen. Wer sich trotzdem eine eigene andere Meinung leistet, wird mit der deutschen Erbschuld abgekanzelt, kritisiert, diffamiert und aus der Hordengemeinschaft ausgeschlossen.

Der Weg wurde (auch von Merkel) bereitet für die nächste GroKo, die aus CDU/CSU/Grüne bestehen wird. Das Klima wurde zur neuen Religion erhoben und das Ausrufen des Klimanotstands erlaubt zukünftig jeden Griff in die Taschen der Bürger.  Mit dem Glaubensbekenntnis an den menschgemachten Klimawandel sind die Sünder natürlich alle diejenigen, die nicht glauben, sondern wissen wollen. Sie sind die Klimaleugner, denen die Grünen schon zeigen werden, wo es langgeht.

Mir wird Angst und Bange um die Zukunft in Deutschland und Europa. Will Deutschland tatsächlich einen Robert Habeck als Kanzler (oder Vizekanzler), der am 22. November 2018 wissen ließ: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ Nach Ministern und Ministerinnen Ausschau zu halten, die zu seiner Geisteshaltung passen, wird sicher nicht schwer sein. Die ehemalige Landessprecherin der Grünen Jugend in Schleswig-Holstein, Miene Waziri, Tochter afghanischer Asylmigranten, hat sich doch sicher schon mit ihrem Tweed für Höheres qualifiziert. Sie findet nämlich: „Ich wünschte Deutschland wäre im zweiten Weltkrieg vollständig zerbombt worden. Dieses Land verdient keine Existenzberechtigung.“

Der Verfassungsschutz schweigt. Die Gesellschaft schläft. Nur die „Grünen Verursacher“ regen sich über diejenigen auf, die das Affentheater durchschauen und benennen.

2 Comments on “Und wieder ein Jahr vorbei”

  1. Es handelt sich nicht um Scheitern oder Unfähigkeit. Merkel dient ganz anderen Herren, nicht dem deutschen Volk. Und diesen Herren, die es nicht gut mit uns meinen, sind mit ihrer „Arbeit“ bisher zufrieden. Andernfalls wäre sie nicht bereits die 4. Legislaturperiode im Amt. Wacht endlich auf und versucht, die Zusammenhänge zu begreifen, wo das Hauptziel Zerstörung ist und das Vorbereiten der allumfassenden Krise.

  2. Die Sorge über die Zukunft von Deutschland und Europa ist vollkommen berechtigt, sollte einmal der Grüne Robert Habeck als Kanzler zur Wahl anstehen. Was den Deutschen mit dieser Wahl bevorstehen könnte, ist auf dem folgendem Internetblog
    (https://www.danisch.de/blog/2019/10/13/noch-eine-faschismus-definition/#more-31608)
    eindrucksvoll beschrieben worden. Hier der entscheidende Ausschnitt:

    „Fazit: Habeck ist ein Erzkommunist, dessen primäres Kampfziel die Demokratie ist, die er abschaffen will, indem er Demokratie Faschismus und Kommunismus Demokratie nennt. Habeck ist zweifellos ein Lügner. Ich bin mir nur nicht sicher, ob er sich selbst oder nur die Öffentlichkeit belügt. Ein Ideologe und Kommunist ist er zweifellos. Denn niemand sonst würde sich nach Sitte der Kommunisten von 1918 in dieser Form der alten Antifa-Faschistenfeindschaft gegen Nationalstaaten als Kommunismushindernis stellen. Grüne sind demokratiefeindliche Kommunisten. Man muss ihnen nur mal zuhören, sie sagen und schreiben es.“

    Spätestens nach dem Lesen von diesem Eintrag sollten doch bei der Mehrheit der Deutschen alle Alarmglocken läuten! Wer wählt eigentlich solche Leute?

    Passend dazu ist dann noch ein Satz des litauischen Ex-Staatschefs Vytautas Landsbergis in einem Interview bei Tichys Einblick:

    „Es ist sehr traurig, dass die Deutschen ihre Lektion nicht gelernt haben – aus der Geschichte, aus dem nationalen Sozialismus, aus dem DDR-Sozialismus – und dass sie jetzt offenbar ein drittes Mal in den Sozialismus abgleiten.“

    Ich bin mir nicht mehr sicher, ob diese Reise der Deutschen dorthin noch verhindert werden kann. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Was die GRÜNEN, LINKE und die SPD letztendlich mit unserem Land vorhaben oder schon erreicht haben, sollte unbedingt noch den folgenden Bericht in der Wirtschaftswoche lesen: „KULTURMARXISMUS – Marx hätte seine helle Freude an den heutigen Verhältnissen“ (https://www.wiwo.de/politik/deutschland/kulturmarxismus-marx-haette-seine-hellefreude-an-den-heutigen-verhaeltnissen/25205796.html)

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