Der zweite Lockdown …

… zwischen dem ersten und dem dritten

Die Bundesregierung, nein, Angela Merkel und eine nicht demokratisch legitimierte Ministerpräsidentenrunde haben den November zum Totenmonat für Lebende erklärt und nahezu alle durch das Grundgesetz geschützten Grundrechte außer Kraft gesetzt.

Nachdem gestern an Allerheiligen noch einmal der Bär brummen durfte, Gaststätten besucht und Lichter auf den Friedhöfen verbracht werden konnten, hat das private Leben, haben die Freizeitaktivitäten nun stillzustehen. Gastronomen, die sich längst Sicherheitskonzepte haben einfallen lassen, müssen zum zweiten Mal ihre Häuser schließen und so sprach ein Gastronom in Berlin den Politikern, die ihm wiederholt ein Arbeitsverbot verordneten, Hausverbote aus. Kaum ausgesprochen, zog er sein Verbot auch schon wieder zurück, weil ihm die falschen Menschen (vermutlich AfD) Beifall klatschten. Na dann doch lieber Merkel, Lockdown und Arbeitsverbot! Der Wortkünstler Eugen Roth hat genau diese menschliche Eigenschaft in seinem Gedicht „Das Sprungbrett“ bewertet und da ich hier heute den Künstlern und der Unterhaltung eine Plattform biete, macht Eugen Roths Kunst den Anfang.

DAS SPRUNGBRETT

Ein Mensch, den es nach Ruhm gelüstet,
besteigt, mit großem Mut gerüstet,
ein Sprungbrett — und man denkt, er liefe
nun vor und spränge in die Tiefe,
mit Doppelsalto und dergleichen
der Menge Beifall zu erreichen.
Doch lässt er, angestaunt von vielen,
zuerst einmal die Muskeln spielen,
um dann erhaben vorzutreten,
als gelt’s, die Sonne anzubeten.
Ergriffen schweigt das Publikum —

doch er dreht sich gelassen um
und steigt, fast möcht‘ man sagen, heiter
und vollbefriedigt von der Leiter.
Denn, wenn auch scheinbar nur entschlossen,
hat er doch sehr viel Ruhm genossen,
genau genommen schon den meisten —
was sollt er da erst noch was leisten?

Künstler aller Art müssen ebenfalls zu Hause bleiben, schließlich sorgen ja die TV-Geräte, Computer und Smartphones für genügend Bildung in deutschen Wohnzimmern.
„Die Maßnahmen sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig“, beschreibt Merkel in ihrer Pressekonferenz die getroffenen Maßnahmen. Ihr Lieblingswort „alternativlos“ hätte es auch wieder getan.

Fragen intelligenter Bürger – inzwischen sogar im Bundestag gestellt – wieviele Lockdowns denn nach dem jetzigen noch geplant sind und mit welcher Lebens- und Arbeitsperspektive der Bürger ins nächste Jahr starten soll, bleiben unbeantwortet. Das Warten auf einen Impfstoff scheint die einzige „Beschäftigung“ der Politiker in Hinblick auf die Pandemie seit Beginn des Jahres gewesen zu sein, denn alles läuft nach demselben Plan ab wie schon einmal. Spahn hat seine Vollmachten erweitert, Rechtsverordnungen wie am Fließband erlassen ohne Zusammenarbeit mit denen, die diese dann umsetzen müssen. Noch immer sind genügend Intensivbetten vorhanden, die aber zum Teil nicht mehr nutzbar sind, weil das Pflegepersonal dafür fehlt. Die versprochene Prämie für das Pflegepersonal klingt noch in unseren Ohren nach. Da sollen nur 100.000 der 440.000 Pflegekräfte in den Kliniken den Bonus bekommen. Die Mittel werden nur Krankenhäusern zugewiesen, die bis zum 30. September eine bestimmte Mindestzahl von Covid-19-Patienten behandelt haben. Das Geld speist sich aus Krankenkassenbeiträgen. So wie Spahn das gesamte Gesundheitssystem auf die zweite Welle versäumte vorzubereiten, so blieb die Entwicklung neuer Schul- und Unterrichtskonzepte für das Leben mit Corona bei den Kultusministern, den Schulen und sonstigen Lehranstalten eine Illusion. Ideenlos hinein in den zweiten Lockdown ohne Gewissenskonflikte gegenüber Kindern und Jugendlichen mit Maske und Abstand. Kein Wunder, dass Eltern und Schüler die Geduld verlieren und wütend werden. 

Aber nun Schluss mit der Aufmerksamkeit für die Politikschaffenden. Wenden wir uns den Kulturschaffenden zu und bieten ihnen hier eine Bühne für ihren Applaus. Einige Beiträge sind aus vergangenen Jahren und sind heute im Entwicklungsstadium einer Demokratur schwer vorstellbar. Daher kein Wunder, dass die Maske gerade für Wortkünstler gewünscht ist.

Volker Pispers: Zeitungen sind Teil des Verarschungssystems

Lisa Fitz: So werden wir manipuliert

Johann König: Abrechnung mit Merkel

Monika Gruber: am 24. September

Simone Solga: Drosten-Impfung mit Nebenwirkung

Das sind die Bühnen-Erfahrenen aus Funk und Fernsehen, denen das Aus weniger aus Lockdown-Gründen droht, sondern eher aus sprachpolizeilichen Gründen. Die falsche Gruppe durch den Kakao gezogen, MeToo missachtet, nicht gegendert oder sonstige Humorresistente auf den Arm genommen … und schon wenden sich Zuschauer, Verlage, Sender und Kollegen ab mit einem letzten Adieu.

Was nun aber machen all die jungen noch nicht durch Funk und Fernsehen bekannten Bühnenakteure, die auf Publikum und Applaus angewiesen sind, um ihr tägliches Brot zu verdienen?

 

 

 

 

2 Comments on “Der zweite Lockdown …”

  1. Wie denkt ein Computerfachmann : Binär. Er macht nach einem Absturz einen Reset und fährt das Programm wieder hoch. Das wissen wir alle.
    Aber was ist ein Great Reset?
    Leute, das ist einfach nur ein anderes Wort für Krieg, nichts anderes findet hier statt! Macht euch das nur bewußt.

  2. Ich erinnere mich noch an die Aussage: Es wird keinen 2. Lockdown geben. Inzwischen wissen wir mehr … Was interessiert mich mein Geschwätz ….

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