Es muss demokratisch aussehen

Bundespräsident: Gebettelt und wiedergewählt

Nachdem der „alte“ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schon beizeiten zu betteln begann, doch bitte noch weitere fünf Jahre das Volk als Bundespräsident spalten zu dürfen, fand am letzten Sonntag die Wahl mit den aus dem Volk gewählten „Wählern“ statt.

Die Bundesversammlung wählt wie schon immer den Bundespräsidenten und die besteht aus den Mitgliedern des Deutschen Bundestages (als sogenannte Mitglieder von Amts wegen) und einer gleichen Zahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder (Landtage, Abgeordnetenhaus von Berlin, Hamburgische und Bremische Bürgerschaft) gewählt werden.

Was an dieser Wahl demokratisch sein soll, muss man mir einmal erklären. Bevor das Hochamt dieser Wahl gefeiert wurde, hatten sich schon Parteien und die Mehrheit der Abgeordneten auf diesen Kandidaten geeinigt, womit alle weiteren Kandidaten eigentlich hätten zu Hause bleiben könnten. Wie war das noch unter Honnecker in der DDR? Es sollte alles wenigstens demokratisch aussehen. Selbst das gelang letzten Sonntag nicht – ohne einen starken Gegenkandidaten, der von der größten „Opposition“ CDU/CSU hätte aufgestellt werden müssen, damit wenigstens der Eindruck einer Wahl hätte zustandekommen können.

Um nun diese Wahl nicht nur als reine Farce durchführen zu müssen, schien man dankbar für drei Scheinkandidaten, wobei ich die Aufstellung des Ökonomen und Fondsmanagers Max Otte durch die AfD äußerst mutig fand. Otte ist Vorsitzender der sogenannten WerteUnion – eine konservative, etwa 4.000 Mitglieder starke, CDU-nahe Vereinigung, die eine Art innerparteiliche Opposition bildet, aber nicht offiziell von der CDU als Gruppierung anerkannt ist. Niemand räumte diesem mutigen Mann, der sicher genau wusste, auf was er sich da einließ und mit welchen Folgen er zu rechnen hätte, irgendwelche Chancen ein, denn das hatten ja Steinmeier/Merkel schon längst geschafft: Wer sich den Stempel AfD aufdrücken ließ, war des Teufels!

Es bestätigten also die Wahlmänner, -frauen und -diversen die längst schon getroffene Vereinbarung, dass Steinmeier nun weitere fünf Jahre seine linken Predigten halten dürfe, um als Transformer und Great Resetter der ersten und letzten Stunde in die Märchenbücher der Geschichte eingehen zu können.

So endete also das Theaterstück mit systemunkritischen Gästen, die sich gebauchpinselt fühlten, als Vertreter des „wahren“ Volkes ihre letztlich unwichtige Stimme in die Waagschale legen zu dürfen.

Das geplante und gewollte Demokratie-Spektakel erreichte sein Ziel und Steinmeier plumpste zurück in den Sessel der Systemrelevanz, wo er nun weiter als Spaltpilz der Nation seine Wichtigkeit zum Besten geben kann.

Unter ihm wurde ich zur Querdenkerin, zur Aluhutträgerin, zur Feindin der Demokratie, weil ich mit vielen Menschen auf der Straße meinen gewaltfreien und legitimen Widerstand leiste gegen den Wahnsinn der Corona- und Impfpolitik, gegen die Chinaisierung Europas und gegen das Faschistentum auf allerhöchster Ebene.

Ich wiederhole es hier explizit: Ich habe nicht 30 Jahre lang junge Menschen gelehrt, tolerante, freie, friedfertige Demokraten zu werden, die alle eines verinnerlichen sollten: Die Würde jedes einzelnen Menschen ist unantastbar … um mich heute von einem arroganten Besserwisser an der Spitze dieses Landes als rechtsradikal oder Feind der Demokratie bezeichnen zu lassen! Ich verachte diesen Mann, der im Vergleich zu all seinen Vorgängern weder die Befähigung noch die Würde zur Präsidentschaft mitbringt. Seine Diffamierungsreden, sein Demokratieverständnis, auch seine außenpolitische Sichtweise taugen nicht für diesen Posten und ich bin zornig, dass dieses Volk  wieder einmal nichts begreift und dabei ist, einen weiteren Misthaufen der Geschichte aufzutürmen.

  • „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten, ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: Die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wahren Feinde.“
    Das Zitat wird Napoleon Bonaparte zugeschrieben, stammt aber aus der Feder von Joseph Görres 1814.

 

One Comment on “Es muss demokratisch aussehen”

  1. Ja, da bin ich völlig deiner Meinung. Dieser Mann kann nicht verstehen, dass er im höchsten Staatsamt neutral zu sein hat. Stattdessen setzt er alles daran, zu diffamieren und zu verurteilen. Das ist nicht seine Aufgabe. Deshalb ist dieser Mann fehl am Platze und gehört eigentlich aus dem Amt vertrieben.

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